Farbe Wohnzimmer Norden

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Was Waghäusel, die Große Kreisstadt im Norden des Landkreises Karlsruhe, mit der Traumfabrik Hollywood zu tun hat? Dort sitzt die Firma Muckle Mannequins, die lebensgroße Figuren aus super erfolgreichen Kinofilmen und Computerspielen herstellt. Selbst Sammler gehören zu den Kunden.

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Der Bursche sieht verdammt gut aus: strahlend blaue Augen, eine blonde Wallemähne und prächtige Muskelpakete, dass selbst Arnie neidisch wäre. Ausgerechnet dieses Prachtexemplar von Mann soll launisch wie ein Diva sein? Dieses Geschenk der Götter gar zickig, was normalerweise nur der anderen Hälfte der Menschheit nachgesagt wird?

Mal war er ihm zu hell, mal zu dunkel, mal zu kurz, dann wieder zu lang

erzählt Matthias Muckle, Chef von Muckle Mannequins, über seinen schwierigsten „Kunden“.

„Er“ steht für den Bart, der den nordischen Donnergott Thor im Marvel-Blockbuster so göttlich ziert. Mit „ihm“ ist Hollywoods Beau Chris Hemsworth gemeint, der im Film seinen Hammer Mjolnir schwingen durfte – sehr zur Freude aller weiblichen Kinogängerinnen. Zur lebensgroßen 3-D-Figur aus Fieberglas musste die Sahneschnitte aus Down Under ihr Plazet geben, was zu geschildertem Bart-Händel führte. Und Schönling Hemsworth ist beileibe nicht der einzige Hollywood-Export, der ganz schön eitel ist, wenn es um die eigene Erscheinung geht.

Wenn sich der Muckle-Firmenchef aus Waghäusel vor dem Hulkbuster aus der Avengers-Filmreihe positioniert – einem 3,35 Meter großen Unikum in martialischer Rüstung -, erscheint der 54-Jährige ganz klein. Dabei ist der Nordbadener ein ganz großer, eine Institution, wenn es um maßstabgetreue Figuren aus super erfolgreichen Kinofilmen und Computerspielen geht.

Seine unverwüstlichen, detailverliebten Models ziehen auf Game-Conventions die Blicke auf sich. Die Produkte von Muckle werden in die Marketing-Schlacht im Kino-Foyer geschickt und sind bei Sammlern heißbegehrt, die es sich leisten können, ein paar Tausend Euro für das Objekt der Begierde auf den Tisch zu blättern. Ob Lara Croft, der Terminator, Captain America oder all die anderen Superhelden-Charaktere aus dem Marvel-Universum: Matthias Muckle hat sie alle – die „lifesized doubles“ der Kultfiguren aus der Comicwelt.

Oft ist es Zufall, der die Weichen eines Menschenlebens stellt. So war es auch bei dem gebürtigen Mannheimer, der der Liebe wegen in der Großen Kreisstadt landete. Als junger Mann arbeitete der gelernte Großhandelskaufmann als Steinmetz im elterlichen Betrieb. Wahrscheinlich hätte er den auch übernommen, wäre er auf einer Reise nach Tschechien nicht lebensgroßen, damals äußerst begehrten Schaufensterpuppen begegnet.

Der clevere Kurpfälzer packte kurzerhand vier Exemplare ins Auto, verkaufte sie gewinnbringend in der Heimat und stieg ins Importgeschäft ein. “Das nächste Mal war es ein voller Kleintransporter, dann ein LKW und schließlich bin ich nach China geflogen, um einen Hersteller nach dem anderen abzuklappern“, erzählt der Modell-Macher aus Waghäusel von jenen Zeiten, als es kein Internet, kein Google, höchstens eine zufällig entdeckte Telefonnummer gab.

Die alten Kontakte ins Reich der Mitte existieren noch immer, aus geschäftlichen Beziehungen sind enge Freundschaften geworden. Geändert hat sich das Produkt von Muckle Mannequins. Statt gesichtsloser Schaufensterpuppen, die in den Geschäften von Tschibo oder Adidas landeten, geben heute Superman & Co. den Ton an.

Muckle hat schon als Kind Zinnfiguren im heimischen Keller gegossen. Das könnte den Hang zu den schweigsamen Gestalten erklären. Dass er von leblosen Vorführ-Damen auf Comic-Helden mit übermenschlichen Kräften umstieg, ist die Schuld eines Musikvideos der Berliner Punk-Band „Die Ärzte“. Da turnte eine leichtbeschürzte Lara Croft aus dem „Tomb Raider“-Spiel durch die Szenerie, ein virtueller Superstar, der den Herren Musikern ein heißes Gefecht lieferte.

Warum sollte es diese Archäologen-Amazone im knappen Dress nicht als lebensgroße Figur geben? Als Hingucker und Spielzeug für Erwachsene, dachte sich der Firmengründer. So wurde er bei dem Computerspielehersteller Eidos Interaktive vorstellig. Der zögerte nicht lange, stellte den Kontakt zwischen Waghäusel und dem in Australien lebenden Designerpaar Marc und Gaby Klinnert her und orderte die ersten 1500 Großfiguren.

Die schöne Lara, die erst etliche Jahre später von Schmolllippe Angelina Jolie auf der Kino-Leinwand verkörpert wurde, war ein Riesenerfolg. Sie wurde zum Türöffner für Muckle Mannequins. Im Lauf der Jahre hat die Firma mehr als 20 000 kleine und große Figuren der schlagkräftigen Lady verkauft hat. Ob Sony, Nintendo oder die Traumfabriken Disney und Warner Bros. – sie alle klopften an die Tür des kreativen Kopfes, der von Wiesental aus agiert.

Die ersten Jahre waren hart, keine Frage. Aber wenn das Mannheimer Urgestein seinen Superman in einem New Yorker Schaufenster entdeckt, wenn Stan Lee – eine Ikone der Comicwelt – mit dem Spinnenmann posiert und sich Johnny Depp über ein Paket aus „good old germany“ freut – mit dem Ebenbild des schwarz-gezopften Bucaneers aus „Fluch der Karibik“ –, dann ist der Vater der lebensgroßen Figuren sc hon ein wenig stolz:

Das ist schon ein tolles Gefühl.

Dass das Unternehmen aus Baden-Württemberg erfolgreicher als die Konkurrenz aus China, Taiwan oder Hongkong ist, hat viele Gründe. In monatelanger Feinarbeit wird jedes Detail der nie alternden Helden herausgearbeitet. Jede Falte, jede Sommersprosse, jede Komponente des Kostüms muss stimmen. Der Clou schlechthin: Muckles Monster, Muskelmänner und Models lassen sich in handliche Einzelteile zerlegen. Das erleichtert den Transport rund um den Globus und den anschließenden Aufbau enorm. Ohne Kran geht das beim 1500 Kilogramm schweren Hulkbuster allerdings nicht.

Bevor Arme und Beine, Körper und Kopf auf Reisen gehen können, sind monatelange Vorbereitungen und langwierige Verhandlungen mit den Lizenzinhabern nötig. Denn die verteidigen ihre Geldesel mit Zähnen und Klauen. Früher lief die Produktion der Collection sehr klassisch ab. Basierend auf Bildvorlagen wurden die Prototypen von Hand modelliert, meist aus Ton.

Seit einigen Jahren liefert der Computer anhand von eingescanten Daten die dreidimensionalen Modelle. „3D-Drucker werden immer größer und besser, was uns heute riesige Projekte wie den Hulkbuster erlaubt. Vor zehn Jahren wäre solch ein Koloss undenkbar gewesen“, erzählt Matthias Muckle. Erst wenn die Lizenzinhaber den Prototypen abgesegnet haben und letztendlich auch der Schauspieler mit seinem innen hohlen Fiberglas-Double glücklich ist, kann die eigentliche Produktion der bis zu 20 000 Euro teuren Legenden in Lebensgröße starten.

Allzu viel künstlerische Freiheit darf sich Muckles Team nicht leisten. Batman im falschen Kostüm, Wonder Woman ohne Gürtel? Da schreien nicht nur eingefleischte Comicfans entsetzt auf. Auch die Traumfabriken sagen kategorisch „No“. Die Verantwortlichen bei Warner Bros., 20th Century Fox und Disney sind außerordentlich pingelig und wollen selbst bei der Farbe der Fingernägel ein Wörtchen mitreden.

Und bei den hochbezahlten Mimen gibt es – wie eingangs geschildert – ausgemachte Mimosen. Robert Downey Jr., der einst in die Iron-Man-Rüstung schlüpfte, war ein ziemlich umgänglicher Typ – was womöglich daran liegt, dass seine Figur schlappe zwei Meter misst. Chris Pratt, der als Star-Lord in „Guardians of The Galaxy“ aus der Reihe tanzte, war sehr viel schwieriger zu handeln. Am Schluss verschwanden Mund- und Augenpartie kurzerhand hinter einer Maske.

Das jüngste Mitglied der Modell-Familie aus dem Hause Muckle ist der Killer-Clown aus dem gerade angelaufenen Horror-Film „Es 2“. Ein weiß geschminktes Gesicht, ein diabolisches Grinsen, ein kahler Schädel – fertig ist der böse Pennywise, der Gänsehaut verspricht und für Grusel sorgt.

Letzteres bewirkte im gar nicht Comic-verrückten Heim der Familie Muckle eine Gestalt, von der man es eher nicht erwarten würde: Dobby, der glubschäugige Hauself aus der Harry Potter-Reihe. Matthias Muckles Sohn, damals sieben oder acht Jahre alt, ging ewig nicht ins Bett, weil ein Nachbarjunge ihm erzählt hatte, dass die Kreatur aus dem Rowling‘schen Fantasy-Imperium nachts lebendig würde.

Nicht nur deshalb stellt sich der Waghäuseler Modell-Macher keines seiner Puppenkinder ins Wohnzimmer – weder den Aquaman im Schuppenlook, noch Batman im Fledermaus-Kostüm, schon gar nicht das ekelhafte Alien, das zartbesaitete Naturen reihenweise aus dem Kino getrieben hatte. Schließlich seien die lebensgroßen Figuren letztendlich nur überdimensionale Staubfänger, so Matthias Muckle.

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